Hallo zusammen.
Na das war aber mal eine dicke Woche. So mal überhaupt keine Zeit gehabt, was zu bloggen. Es tut uns Leid, und wir schämen uns auch die nächsten Tage ordentlich.
Hier schreiben die Blogger Peter und Majus höchstpersönlich, guten Tag!
So voll war der Drehplan!
Also, zum Beispiel der Montag. Da war ich schonmal nicht da. Peter, sag du auch mal was.
Stimmt Majus, du warst nicht da. Hat man auch gleich gemerkt. Weniger Leute am Set = Mehr Arbeit pro Kopf. Einfache Gleichung was? Nunja, der Montag. Nach dem Hammer-Dreh-Wochenende in Laufach (wir berichteten…) dachten wir uns, machen wir mal einen auf gemütlich und haben in Dettingen eine Bettszene mit Paul und Anni gedreht. Vom Plot her eigentlich ganz lässig. Die beiden wachen am Morgen danach auf und machen bisschen Smalltalk. Das war wohl mit Abstand der lässigste Dreh für unsere Schauspieler, denn die mussten die ganze Zeit eigentlich nur im Bett liegen und ein bisschen Text aufsagen. Welch Leben. Da wird man ja richtig neidisch. Das sieht man unserem Paul irgendwie auch an:
Dann kommen wir auch gleich mal zum Dienstag, unsrem Drehtag Nummer 4. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich auch nicht am Set war ;(. Aber wir haben dort das Streitgespräch zwischen Jimi und Paul gedreht. Das übliche Szenario. Zwei Freunde und eine Frau. Ach, diese Frauen…. Ich hab mir sagen lassen, der Rest der Crew war ein wenig baff, als Florian und Peter angefangen haben vor der Kamera zu streiten und Gegenstände (Flaschen, die dann auch kaputt gegangen sind, ohje…) auf sich zu werfen. Aber es ist niemand zu schaden gekommen und alle hatten Spaß. Komisch, wieso haben die so einen Spaß wenn wir zwei nicht am Set sind Majus???
Und nun der Mittwoch. die Zwischenschnitte. Stressiger Tag. Glaub ich zumindest. Da hatten wir für die Intromontage und die Zwischenschnitte ganz viele kleine Aufnahmen in Aschaffenburg gemacht, wie Peter mit dem Auto durch die Gegend fährt. Angefangen am Schloß über den Marktplatz, den Landing runter am Freihofsplatzvorbei und dann über die Adenauerbrücke eine rasante Autofahrt. Vorteil für den Darsteller, gab keinen Text. Wenn ich so drüber nachdenke, der ist ja wirklich den ganzen Tag nur Auto gefahren. Verrückt.
Ich muss dazu noch sagen dass ich Mittwoch Mittag beim Friseur war. Jetzt ist alles kürzer. Verrückt.
Ich erinnere mich. Plötzlich fehlten mehrere Zentimeter Haare auf deinem Haupt. Kannst froh sein, dass die Partyszene bereits voll und ganz im Kasten war, sonst hättest du von Kathrin, unserem Script-Girl ganz schön Ärger bekommen!
Richtig, sie nahm Conitnuity sehr streng, und das war auch gut so, bzw. notwendig.
Und Donnerstag war ich dann auch wieder dabei.
Am Main-Ufer filmen wir Anni und Paul, wie sie es sich bei Radio und Sonne gutgehen lassen. Beide führen ein sehr persönliches Gespräch. Es geht um Liebe und so. Ausserdem verliert Paul im Daumencatchen, ha ha ha. Naja. Es war heiß. Und sehr sonnig. Eigentlich gut, denn das wollte Andi auch so.
Aber eine Wolkenarmee fand es lustig, den Tag alle paar Minuten zu verdunkeln. Hell, dunkel, hell, dunkel. Seufz. Mitten im Take, mitten in einer langen so guten Szene, stressen die da rum!
Das verlängerte natürlich den Dreh etwas. Andi war frustriert.
Und wenn es mal mit der Sonne geklappt hat, dann kamen plötzlich ganze Bataillone an LKW´s und Autos vorbei gefahren. Also entweder zu dunkles Bild oder mieser Ton….
Ging aber schon. Irgendwie. Gab ja auch Kaffee.
Am selben Abend wurde fröhlich wieder beim Party-Gelände in Laufach gedreht. Da holt der Paul die Anni ab. Das ging schnell. Musste es ja auch, es wurde ja dunkel, und die Szene spielt am frühen Abend.
So, abgedreht, schnell rüber nach Aschaffenburg, Marktplatz. Es kommt zum Drama, Baby, Paul sagt Anni was, was sie nicht hören will, Wut, Frust, Trauer!
Aber nicht nur vor der Kamera. Auch dahinter ging es änlich zu. Gewisse Stromkabel wollten nicht so recht, und schalteten manchmal ab, weil sie es für sicherer hielten, die Scheinwerfer nur zehn Minuten am Stück mit Energie zu füttern. Nicht gerade gut, war ja schon tief in der Nacht, also dunkel.
Aber wir sind doch jung, und schaffen das. Ha ha. Räusper.
Mit Schlaf- und Energie-Mangel betäubt bauen wir das Set ab. Und fahren schnell wieder nach Laufach. Da drehen wir noch eine Szene! Ja, da hielten wir uns mal streng chronologisch, damit das passt, mit der Dunkelheit am Himmel und so.
In diesen wenigen Stunden haben wir dann eben eine ganz schöne Szene gedreht. Hach ja. So schön. Wisst ihr, da filmten wir einen ganz wärmenden Moment zwischen Anni und Paul. Das ganze Team schwieg beim Anblick des Schauspiels. Da schwebt das Herz.
Dann Drehschluss. Danke. Gute Nacht. Bloß Heim jetzt. Schnell aufräumen. Stativ vergessen. Heim. Schlaf!
Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass das Stativ fehlt. Komisch. Martin berichtet, es liegt noch in Laufauch. Oh.
Naja, brauchen wir heute nicht, kann man später abholen. Einfach alles nur mit Schulterkamera drehn, jawoll, geballte Dominik-Kraft, unser Kameramann schafft das! Hat ja auch eine fantastische Assistentin, die Sabrina!
Nun gut. Wir haben also in der Steingasse gedreht. Eigentlich sollte es ja an einer Eisdiele sein. Aber da der Kindergarten nebenan an dem Tag voll laute Kinder im Hof hat spielen lassen, mussten wir den Drehort wechseln, weil zu laut.
Ja, es war halt echt voll, da in der Stein- und in der Herstallgasse. Peter?
Jup. das war es. Also haben wir Meister der Improvisation mal wieder das geschickt gelöst. Was macht man, wenn an der Location zu viele laute Kinder sind? Richtig,, man wechselt die Location und sind dann ab zum S-Salon in der Steingasse (Persönliche Empfehlung von Redaktion!!!) und haben einfach dort gedreht, dann noch ein paar verliebte Aufnahmen von den beiden in der Herstallgasse, an der Stiftskirche und am Theaterplatz. Was mir da so auffällt, wir drehen ja den reinsten Aschaffenburg-Guide inkl. aller Sehenswürdigkeiten. Für uns Blogger war das aber auch ein toller Tag, denn wir mussten im Eiscafe Dolomito auf das Equipment aufpassen und haben bei dem schönen Wetter uns gleich mal einen leckeren Eisbecher gegönnt.
Mh. Eis.
Am Abend hingen wir dann noch am Main herum. Die letzte Einstellung des Filmes drehen. Paul läuft am Wasser entlang, im Hintergrund Sonnenuntergang. Es sah einfach schick aus. Und der Kameradolly war einfach gut: Ein geschobenes Auto. Ich durfte lenken. Thorsten schob tapfer.
Pause. Burger King. Die kriegen mich immer wieder! Hatte keinen Hunger, aber als ich da ankam, und diese fiesen hinterhältigen leckeren Gerüche aufnahm, bestellte ich ein ganzes Menü. Curse you!
Egal, in die Nacht hinein gab es noch erfolgreiche »Paul fährt mir dem Auto durch die Gegend und ist sauer und haut auf das Lenkrad«-Szenen.
The next morning. Ein weiterer Tag in der Wohnung von Jimmy und Paul. Peter?
Majus! Du hast Recht. Drehtag in Dettingen #3. Was ist passiert? Auja, es war unser erotischer Drehtag. Ja, genau. EROTISCH! Wieso? Nunja, erstmal hatten wir das Gespräch zwischen Paul und seiner Exfreundin Lisa. Eigentlich ein unschönes Gespräch, weil ja frisch getrennt, dennoch Grinsen auf den Gesichtern der Darsteller. Peter hat mal wieder alles angeflirtet was nicht bei Drei auf den Bäumen war. Das war schon fast unheimlich. Aber zurück zum Film. Da hatten wir dann noch schnell eine kleine Szene weitergedreht, da beim ersten Versuch am Dettingen-Drehtag#2 nicht alle Darsteller anwesend waren. Frage an die Chefetage: Wie kam das eigentlich zu stande?? Weiter mit der Erotik. Christian, unser Mocco am Set (Anmerkung, das ist keine Beleidigung sondern sein Name!) hat erregt mit lautem Stöhnen die zweite Szene des Tages durchgezogen. Das klingt nun nach einer Sexszene, aber er hat nur gegessen! Das hätte man echt mal sehen müssen!
Ja richtig, der Christian war wohl ganz rollig, bei den Chicken McNuggets. Mmh. Chicken… Äh! Genau. Und das war jedenfalls einer der sehr wenigen Tage, wo man mal Feierabend hat, wenn es noch hell ist. Schön.
Zack! Am nächsten frühen Morgen gibt es wieder Main. Main pur. Main, wie er fliesst und lebt. Main, der Boot-freundliche Fluss.
Von neun Uhr in der früh bis hin nach 15 Uhr wurde wild an einer einzigen Bank gedreht. Da hockten der Paul, und der Jimmy, und sie taten so, als ob sie eine Ahnung vom Schach hätten. Sehr viel Text kam aus deren schauspielerisch gesegneten Münder, deshalb gab es auch lange Szenen, viele Takes, und einen langen Drehtag.
Da sich das Main-Ufer, bekannt für seine Jogg-freundlichen Jogg-Wege, schnell füllte, brauchten wir zwei Helfer, die den undankbaren und langwierigen Job übernehmen sollten, jeweils links und rechts vom Drehort, in großzügiger Entfernung die Fußgänger zu überreden, nicht in die Kamera zu gucken. Das haben der Peter und ich gut hingekommen. Witzig, wie jeder erst einmal Angst bekommt, wenn ihn ein junger, fremder Jugendlicher bittet, etwas nicht zu tun.
Du sagst es, es gab allerdings auch Leute die haben mich total ignoriert
Stimmt, so die Senioren…
Nunja, wir haben das auf jeden Fall gut hinbekommen und haben dann noch locker flockig nachts beim Schweinheimer Ludwigstempel die Feuerwerkszene abgedreht. Damit wir mitten in der Pampas Strom für unser Licht hatten, kam die Freiwillige Feuerwehr, respektive der Jürgen, vorbei und hat uns mit nem Stromgenerator etwas Saft geliefert. Blöd nur, das Teil war etwas laut, somit konnte man sich schlecht unterhalten, aber wir hatten für diese Szene eh keinen Ton gebraucht, da war das schon ok. Erschreckend jedoch war, wie viele Mücken und Hornissen man binnen kürzester Zeit mit ein bisschen Licht anlocken kann. Das war schon etwas unheimlich, jedoch hat das die Intelligenz der Insekten wieder wett gemacht. Sie sind so nah an die Strahler geflogen, dass die Flügel verbrannt sind und sie einfach abgestürzt sind. Tut mir leid, dafür gibts kein Mitleid.
Und das Finale, am nächsten Tag, im Frankfurter Flughafen.Mittendrin im echt vollen Terminal 2 sicherten wir uns schnell zwei Bänke. Erstmal alle Sachen ablegen. Und Leute verscheuchen, die sich echt auf unsere Bänke setzen wollen. Hallo?!
So. Ein Dolly wäre gut, für die Kamera. Hm. Muss man improvisieren. Pete sagte tapfer »Wartet! Ich habe eine Idee!« und verschwand für fünf Minuten. Als er zurückkehrte, saß er im Rollstuhl!
»Ogott, Pete, was ist nur passiert?!«
»Ha ha, keine Sorge, Leute, mir fehlt nichts. Ich habe mir unseren neuen Kameradolly geliehen!«
»Einen Rollstuhl?!«
»Ja.«
»Du bist aber auch ein cleverer, ha ha.«
»Ha ha ha.«
Und wir lachten und umarmten uns…
Der Tag funktionierte gut. Wir wurden pünktlich um 15 Uhr fertig.
Mal schnell sauteure Parkgebühren bezahl, und weg.
Einfach weg. Heimwärts.
Denn wir sind fertig.
»Finding Bright Side« ist abgedreht.
Yay!
YAY!







Geil!
Jetzt muß nur noch der Film fertig werden… geht das bis morgen? ^^
Ihr seid Helden und habt die lange Wartezeit auf den nächsten Blog-Eintrag voll und ganz entschädigt
Lieber Gruß,
Flo
Ähh, morgen wird schwierig, weil ich morgen etwas länger arbeiten muss. Aber ich denke Samstag früh ist realistisch. Bis dahin sollte auch der Soundtrack fertig sein.^^
hi hi die foddos sind on!
^^ lach freude…